Lichtblicke

Wie die Welt entsteht: Gedanken erzeugen Kraft, Kraft erzeugt Bewegung, Bewegung erzeugt Materie, Materie erzeugt Raum und Raum erzeugt Zeit. "Im Anfang ist das Wort."

Wenn man die Entstehung der Dimensionen und des Universums mathematisch-physikalisch verbildlicht, ist der Ausgangspunkt der Punkt. Der Punkt steht für die Idee, den Gedanken oder Impuls. Wenn nun eine Kraft einsetzt und den Punkt in entgegengesetzte Richtungen ausdehnt bildet er eine Linie. Wenn sich die Linie in Bewegung setzt, bildet sie eine Fläche, und wenn sich die Fläche in Bewegung setzt bildet sie den Raum und die Materie. In der Unendlichkeit der Bewegung sind alle Dimensionen im Punkt enthalten. So entsteht auch jedes neue Leben oder Lebewesen wie das Universum entsteht.

Die Welt ist in allen Dimensionen vollständig enthalten.

Das kleinste "Teilchen" ist die Kraft. Wenn man die Materie verfolgt, ins Kleine oder ins Große, löst sie sich in Kräfte auf.

In der Unendlichkeit kann man nicht zählen. Da gibt es nur die Eins. Wenn es nur die Eins gibt, ist die Eins unendlich. Deshalb gibt es auch nur ein unendliches Universum. Wenn es mehrere Universen gäbe, könnte man sie zählen. Zählen kann man aber nur etwas, das endlich ist.

Die Eins ist unbegrenzt und hat keine Beziehung zu etwas. Sie ist All-Ein und All-Es.

Das unendlich Große und das unendlich Kleine sind dasselbe. Sie münden ineinander.
Wenn man in das unendlich Große hinauseilt, wird man im unendlich Kleinen herauskommen.

Es gibt keine Zeit, es gibt nur Veränderung. Die Veränderung ist als Zeit erkennbar.

Wenn sich nichts verändert, gibt es auch keine erkennbare Zeit und auch keine Bewegung (da Bewegung verändert).

Die Vergangenheit ist als Veränderung in der Gegenwart vorhanden.

Das Wort kommt vor der Zahl. Die Zahl folgt (gehorcht) dem Wort. Das Wort ist wahr, auch wenn es die Zahl nicht beweisen kann. Wenn die Zahl etwas beweisen kann, gibt es auch ein Wort dafür. Wenn es dafür kein Wort gibt, ist die Zahl falsch.

Das Wort wird nicht gesprochen, das Wort spricht sich selbst.

Das Wort spricht nicht aus dem Ich. Es ist nicht Form geworden und hat keinen Namen.

Die Welt funktioniert so, wie man sich denkt, wie sie funktioniert. Das gilt immer so lange, wie man Gesetze aufstellt oder findet, die sich nicht widersprechen. Da gibt es keine Endlösung.

Die Welt zeigt sich uns so, wie wir sie uns denken. Das hängt immer vom Standpunkt ab. Von einem anderen Standpunkt (anderem Wissenstand, andere Sinne) ist sie anders. Es gibt keine absolute Welt ohne diesen Standpunkt.

Die Welt ist so, wie wir sie uns konstruieren innerhalb seiner Gesetze wie sie funktioniert. Und diese Gesetze sehen von jedem Standpunkt anders aus. Es sei den vom Standpunkt des absoluten Seins Gottes, von dem aus er sich in jedem und allem selbst erkennt. Vom Standpunkt des Sein allen Seins - vom Ich aller Ich.

Das Universum ist konstant und ist ewig. Die Kraft, die das Leben ist, bildet aus sich stetig neue Formen, die durch Wandlung wieder zurückkehren. Aus Licht wird Materie - aus Materie wird Licht, aus Materie wird Raum - aus Raum wird Materie, aus Licht wird Raum - aus Raum wird Licht. Die Zeit der Wandlung nennt man Leben. Es gibt keine Anfang und kein Ende des Universums.

Die Geschwindigkeit ist unbegrenzt wie der Raum, die Zeit und die Materie. Es ist unlogisch im Universum etwas zu begrenzen. Durch eine Begrenzung definieren wir unseren Standpunkt.

An sich kommt im Universum der Materie nichts anderes vor wie auf der Erde im Zusammenwirken der Menschen und anderen Lebewesen: Lebenswille und Selbsterhaltung, Vermehrung und Fortpflanzung, Machtzugewinn und Erweiterung, Geburt, Vernichtung, Tod. Die Kräfte sind dauernd im Kampf  miteinander.

Wenn man sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt sieht man kein Licht, man ist selbst Licht. Das Licht sieht kein Licht. Das Licht kann sich selbst nicht erkennen. Vom Licht  aus,  ist das Licht dunkel und die Dunkelheit wird zum Licht. Das Licht kann nur durch die Dunkelheit erkannt werden.

Das Licht kann kein Licht sehen - die Dunkelheit kann keine Dunkelheit sehen.
Vom  Standpunkt des Lichts hat das Licht keine Bewegung.
Licht ist nicht Form geworden.
Materie ist Form gewordenes Licht.

Das Licht gehört keiner Masse an. Es bildet ein eigenes System. Aus seiner Sicht hat es keine Bewegung, keine Zeit und keinen Raum. Es ist immer und überall zur selben Zeit am selben Ort.

 Kraft ist Leben. Wo Leben ist,  ist eine Kraft. Wo Kraft ist, ist Bewegung. Wo Bewegung ist, ist Leben.

Wenn wir Zeit, Raum und Bewegung ins Universum hineinbringen, gibt es keine Gleichzeitigkeit - es gibt kein "Jetzt" im ganzen Universum. Man kann keine Momentaufnahme vom Universum machen. Wenn ich in den Sternenhimmel schaue, ist das was ich sehe Wirklichkeit. Ich kann nicht sagen: Der Stern, den ich jetzt sehe und der  Lichtjahre entfernt ist, gibt es jetzt nicht mehr, oder er sei jetzt wo anders.

Sanduhr und Universum
Wenn man eine Sanduhr betrachtet und annimmt, der Sand sei das Universum, so sehen wir, wie durch Kräfte Bewegung entsteht und sich die Gestalt des Sandes - also das Universum - dauernd verändert. Die Kraft wird sichtbar durch den fließenden Sand. Durch den gleichmäßig fliesenden Sand wird uns die Ewigkeit bewusst. Es fließt nicht die Zeit, es fließt die Ewigkeit. Es gibt keine Zeit - das Universum ist immer gegenwärtig -, sichtbar ist immer nur die sich veränderte Gestalt. Wenn nun die Kräfte aufhören würden, wie es sichtbar wird, wenn aller  Sand in der unteren Kammer angekommen ist, gibt es keine Bewegung mehr und das Universum ist erstarrt. Da aber der Sand, die Materie, das Universum selbst nur aus Kräften bestehen, ist das Universum, wenn es diese Kräfte auch nicht mehr gibt, nicht mehr vorhanden. Dann ist nur noch Leere: keine Kraft, keine Bewegung,  keine Materie, kein Raum. Daraus erkennen wir, dass das Universum nur aus Kräften besteht, bis ins kleinste Teil - nach welchem Gesetz sie auch immer im Gleichgewicht sind. Kraft ist Leben, Kraft ist Wille.

Raum und Zeit sind identisch. Es ist das, in dem etwas geschieht. Veränderung durch Bewegung, Veränderung durch Kräfte. Raum/Zeit sind unendlich, ohne Anfang und Ende. Es ist der Ort des Wirken der Kräfte, das Leben, die Wirklichkeit.

Wenn wir zugeben, dass es keine ablaufende Zeit gibt, dann ist die Zeit Ewigkeit und die ist ohne Anfang und ohne Ende. Wenn Zeit und Raum identisch sind, ist der Raum unendlich und ohne Anfang und Ende. Ewigkeit und unendlicher Raum sind dann das Gleiche. Es stellt sich jetzt die Frage: Was ist Raum? Ist Raum nur, wenn etwas darin ist?, oder ist Raum auch, wenn nichts darin ist? Wenn aber der Raum ewig ist, ist das, was darin und nicht darin ist, ewig. Das heißt, dass das, was darin ist aus dem geworden ist, das nicht darin ist. Nur das, aus dem es geworden ist, erkennen wir nicht. Werden, Sein und Vergehen aus dem Unerkennbaren. - "Es ist in der Welt und die Welt ist aus ihm geworden, aber die Welt erkennt es nicht." ( Johannes 1,10)

Das, was wir Zeit nennen, ist eine physikalische, abgeleitete Größe, der Raum und Bewegung in Beziehung setzt. Er definiert einen bestimmten Bereich des Geschehens.

Die Zeit, wie wir sie verwenden, ist nur ein Hilfsmittel um die Geschwindigkeiten von Bewegungen zu vergleichen. Die Zeit selbst gibt es nicht. Das, was wir eine Uhr nennen, ist eine "geeichte" Bewegung bestimmter Größe, die wir an andere Bewegungen anlegen und vergleichen, wie der Meter im Raum.

Das Universum ist das Gleichgewicht der Kräfte. Jede Kraft die wirkt, verändert das Gefüge des Universums.

Durch jedes Auge schaut Dich Gott an. Du siehst ihn in jeder Blume, in jedem Baum, in jedem Stein und, wenn Du hinaufschaust, im Sternenhimmel. Du hörst ihn im Plätschern des Baches und im Schlagen der Wellen am Strand. Alles hat Dasein nur in ihm und außer ihm ist nicht im Dasein, auch das Geringste nicht. In ihm hat alles Leben.

Da das Leben auf Erden nur durch die Energie der Sonne möglich ist, kann man sagen, das was die Materie betrifft, wir und unser Wirken und alles Geschehen auf Erden eine Verwirklichung der Sonne gleichkommt. Da die Sonne aber selbst abhängig im Universum verankert ist, sind wir die Verwirklichung des Universums - und das Universum ist die Verwirklichung Gottes.

Das Ich ist der Träger der Seele und in der Materie auch der Träger des menschlichen Körpers.

Ich-Erweiterung
Wenn man die Mitmenschen, die Pflanzen, die Erde und den Sternenhimmel in sein Ich legt - das bin ich auch - erweitert man es und kommt Gott ein bisschen näher.

Das Nichts ist das Vermögen des Etwas, des Seins - und beides ist Gott. Aus diesem Vermögen gestaltet sich Gott selbst neu. Gott erkennt sich durch das Etwas.

Die Frage, weshalb es etwas gibt und nicht nichts, ist aus dem Sein nicht erlaubt zu stellen; denn man kann sie nur stellen, wenn es etwas gibt, und nicht stellen, wenn es etwas nicht gibt.

Es ist das Selbe, wie die Frage: Weshalb bin ich? Die Frage kann ich nur stellen, wenn ich bin, nicht aber, wenn ich nicht bin. Deshalb kann ich nicht spekulieren darüber, da ich nicht weiß, was "ich bin nicht" ist, da das Ich mit dem Sein entsteht.

Das Selbe mit dem Tod: Ich kann nicht wissen was Tod ist, weil die Erfahrung darüber mit ihm stirbt. In der Aussage: "Dann bin ich tot", betrachtet man sich als tot, aber als Betrachter lebt man ja.

Widerspruch in der Mengenlehre
Eine Menge mit unendlich vielen Elementen gibt es nicht. Eine Menge ist immer begrenzt, wie das Wort und das Symbole es Kund tun. Etwas, das unendlich ist kann man nicht einkreisen und nicht bewegen. Das Wort und das Symbol sprechen die Wahrheit.

Widerspruch in der Mengenlehre
Eine Menge die sich selbst enthält ist nicht möglich. Es kommt einer Axt gleich, die sich selbst spalten kann. Man kann nicht gleichzeitig innen und außen sein. Man kann nicht sich selbst machen. Das kann nur Gott - und er tut es stetig.

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